Urlaubsort Lawalde Oberlausitz  / Sachsen 
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Dorfkirche · Sünderstein · Heimatmuseum · Mühlenmuseum · Kakteensammlung · Schloss
Im Ort Kleindehsa befindet sich das einzige vorhandene Wahrzeichen einstiger adeliger Grundherren in der Gemeinde Lawalde, das Schloss Kleindehsa. Im Zuge der Nachkriegszeit und ihren Wirren wurden einstige Schlösser und Rittergüter sinnlos von der roten Armee und sich verantwortlich fühlenden Kommunisten zerstört, egal ob die ehemaligen Besitzer Anhänger des Nazi - Regimes waren oder nicht. Die Grundmauern des heutigen Gebäudekomplexes stehen auf den Überresten einer viel älteren Wehranlage. Das Schloss und der angrenzende Schlosspark waren einst als Wasserschloss angelegt worden. Das Schloss Kleindehsa hatte im Wandel der Jahrhunderte viele Besitzer. Die letzte Familie die das Schloss käuflich erwarb, waren die derer von Carlowitz. Dietrich von Carlowitz bezahlte im Jahre 1903 ganze 192.500 Mark für die Schlossanlage. Leider hatte er nicht viel davon, denn im Jahre 1907 fiel er einem Jagdunfall zum Opfer und starb mit 43 Jahren. Die einzige Tochter Sophie Margarethe von Carlowitz, die in erster Ehe mit dem Regierungsamtmann Hans von Zimmermann verheiratet war, (er fiel am 05.01.1916 im ersten Weltkrieg), heiratete in zweiter Ehe Hans von Tschammer und Osten. Dieser war später NS-Reichssportführer und Staatssekretär. Er organisierte zusammen mit Carl Diem die olympischen Wettbewerbe im Winter in Garmisch-Partenkirchen und im Sommer in Berlin. Adolf Hitler belohnte ihn wegen seiner vorbildlichen Arbeit mit mehreren hohen Ämtern. 1943 verstarb er an einer Lungenentzündung. Nach dem Krieg wurde das Schloss Kommandantur der Russen, dann Bezirksschule der SED und später wurde die Kleindehsaer Schule darin untergebracht.
Erster Grundherr von Kleindehsa war nach den heutigen Unterlagen ein "Hertwicus von Desen", der im Jahre 1242 dem Kloster Marienthal die Dörfer Jauernick und Beheimsdorf verkaufte. Kleindehsa war ein "Mannlehn-Rittergut", das bei jedem Besitzerwechsel einer erneuten Belehnung durch den jeweiligen Landesherrn bedurfte. Erst ab dem Jahre 1851 konnte das Rittergut in erbliches Eigentum überführt werden. Bis 1713 sind 16 verschiedene Besitzer des Rittergutes bekannt. Nachfolgende Besitzer des Rittergutes waren Familien wie die "von Nostitz oder von Ponickau". Seit 1953 ist in diesen Mauern die Schule von Kleindehsa und den umliegenden Dörfern untergebracht. Heute ist die Grundschule und der Schülerhort der Gemeinde Lawalde hier zu Hause.