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Chronik Kleindehsa    ·   Chronik Lauba    ·   Chronik Lawalde
Lawalde

Der Ort liegt etwa fünf Kilometer südöstlich von Löbau in der Talmulde des Laubaer Wassers in einer Höhenlage von 300 - 360 m über NN. Die Höhenrücken und Berge sind mit Nadelwäldern bedeckt und gehören zum Landschaftsschutzgebiet Lausitzer Bergland. Auf einer Länge von 2,5 km wird Lawalde von der S 151 in Richtung Schönbach und 1 km von der S 152 in Richtung Oppach durchzogen.

1290 erste urkundliche Erwähnung, Friedrich (Frisco) von Lewenwalde, Lokator und Namensgeber der Ortschaft.

1306 Lewenwald (im Weichbild der Stadt Löbau), die brandenburgischen Markgrafen Otto und Woldemar haben in einer Urkunde zur Kenntnis gegeben, dass zur Förderung und Bereicherung der Stadt Löbau mit vollem Recht zwanzig Ortschaften der Stadt Löbau zugesprochen werden, darunter auch Lawalde, Lauba und Kleindehsa.

Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich der Ortsname wie folgt :
1423 Lawenwalde
1555 Lauwald
1565 Lauwaldau
1838 Lawalda

Einwohner : ca. 850

1329 Der Adel der umliegenden Dörfer beschwerte sich wohl über diese Verfügung Woldemars von 1306, aber König Johann von Böhmen bekräftigte diese Verfügung in Bezug auf den Adel am 27. April. Dieser König hatte auch die Gründung des Sechsstädtebundes der Oberlausitzer Städte angeregt. Zu ihnen gehörten die Städte Kamenz, Bautzen, Löbau, Görlitz, Lauban und Zittau, wobei Löbau als in der Mitte liegend Konventort war. Das hatte neben politschen und juristischen auch wirtschaftliche Konsequenzen. Löbau war für viele Produkte mit einer Bevorrechtung ausgestattet. So war es besonders im späten Mittelalter den Dörfern, also auch Lawalde, nicht gestattet ein Gewerbe oder einen Handel zu betreiben. Ausgenommen waren die Gewerke wie Schmied oder Wagner, die einen unmittelbaren Bezug zur Landwirtschaft besaßen.
Auch kirchlich war Lawalde von Anfang an an die Pfarrkirche St. Nikolai zu Löbau gewiesen. Der Stadtpfarrer und sein Kapläne waren die bischöflich verordneten Seelsorger für das Dorf Lawalde und die heute nach Lawalde gepfarrten Dörfer Lauba und Kleindehsa. Taufen, Trauungen und Begräbnisse erfolgten in Löbau und für den Unterhalt der Kirche und ihrer Geistlichkeit lieferten die Bauern auch ihren Zehnten dorthin.
1423 Die Gebrüder Sleiffe aus Görlitz wurden als neue Besitzer von Lawalde genannt. Außerdem besaßen sie noch Altlöbau. Aus Geldnot verpfänden sie ihre Besitzungen an den Görlitzer Bürger Nikolaus Sommer.
1424 In dieser Zeit erschienen die Hussiten in der Oberlausitz und bedrohten Löbau, welches sie 1431 durch Verrat und innerer Schwächung einnahmen. Bis es soweit war, hielten sie sich an das „platte Land“. Unsagbares Elend muss über die Bewohner der ohnehin nicht dicht besiedelten Dörfer wie Lawalde hereingebrochen sein. Zerstörung und Plündereien warfen die Gegend um Löbau in ihrer Entwicklung zurück.
Zwischenzeitlich war Lawalde aus dem Besitz der Gebrüder Sleiffe aus Görlitz in die Hände der Familie von Rechenberg gegangen. Damit gehörte Lawalde zum sogenannten „Rechenberger Ländchen“, bestehend u. a. aus Schirgiswalde, Sohland, Taubenheim, Oppach, Spremberg, Beiersdorf, Schönbach, Lauba und Lawalde.
1495 Das Dorf kommt mit allen "Zubehörungen" an die Stadtgemeinde Löbau, wahrscheinlich verkauft von dem Amtshauptmann zu Bautzen, Hans von Rechenberg (genannt „auf Oppach“), um seine Finanzprobleme (Spielschulden u.Ä.) zu begleichen. Lawalde bleibt bis zum Pönfall (1547) im Besitz der Stadt. Der Stadtpfarrer von Löbau, Magister Behler, regte den Bau einer Dorfkirche für Lawalde an und ließ sie mit Grundbesitz ausstatten. Lauba und Kleindehsa wurden dem Wirkungsbereich dieser Kirche unterstellt. Trotzdem blieb der Löbauer Stadtpfarrer zugleich Patron und Grundherr der der Kirche in Lawalde gehörenden Bauern. Kirche, Kirchlehn und Pfarrlehn mit allen Zubehörungen blieben auch in nachreformatorischer Zeit beim Löbauer Pfarrhaus. Erst ab dem 17. Jahrhundert traten die weltlichen Rittergutsbesitzer von Ober- und Niederlawalde, von Lauba und Kleindehsa als Co-Patrone hinzu. Anfangs aus Holz wurde 1776/77 eine gemauerte Kirche erbaut.
1547 Durch das Strafmandat des böhmischen Königs Ferdinand I. verlor auch Löbau seinen Landbesitz. Dieser Landbesitz, auch Lawalde, wurde an adlige Grundeigentümer ausgetan bzw. verliehen. Für Lawalde waren das in der Folge die Familien von Luttitz, von Nostitz, von Gersdorf, von Ziegler und Klipphausen u.a.
1550 Der erste lutherische Pfarrer predigte in Löbau und damit auch für Lawalde.
Um 1550 Erstmalige Erwähnung der Niedermühle in Lawalde.
1609 wurden zwei Rittergüter gebildet, Nieder- und Oberlawalde.

Die Dorfadligen versuchten das Möglichste aus dem Dorf „herauszuholen“, aber die landwirtschaftlichen Produkte warfen häufig nicht genügend ab, um die Einkünfte zu verbessern. Aus diesem Grunde gingen die Gutsbesitzer dazu über, ihrem eigenbewirtschafteten Gutshof Bauernland zuzuschlagen. Dieses sogenannte „Bauernlegen“ sorgte natürlich für Unmut in der bäuerlichen Bevölkerung, häufig gab es Beschwerden vor dem Landvogt in Bautzen oder dem gutsherrlichen Patrimonialgericht zu Lawalde.

1698 Die Dorfkirche erhielt einen freistehenden, 17 Meter hohen Glockenturm. (einmalig in der Oberlausitz) Im Barockstil mit Thüringer Buntschieferbehang erbaut, wurde er zum Wahrzeichen des Ortes. Im Glockenstuhl wurden eine große (10 Zentner) und zwei kleinere Bronzeglocken aufgehängt. Die beiden kleineren Glocken mussten während des ersten Weltkrieges abgegeben werden. Danach wurden diese durch neue stählernde Glocken (6 und 4 Zentner), gestiftet durch den Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten, ersetzt. 1942 wurde die große Glocke entfernt und nach Hamburg zum Einschmelzen gebracht. 1947 fand ein Schönbacher Einwohner in einem großen Glockenlager im Hamburger Hafen die Schönbacher und Lawalder Glocken unversehrt. Deshalb war es möglich, die Glocken mit einem Elbkahn nach Dresden zu transportieren und von dort mit einem Lastwagen nach Hause zu bringen.
1752 Der Leinwandfaktor Michael Mühle aus Obercunnersdorf erwarb beide Lawalder Rittergüter. Fromm und mit herzlichen Beziehungen zur Herrnhuter Brüdergemeine versuchte er, seine heruntergewirtschafteten Güter vorwärts zu bringen. Sein geschäftlicher Sinn, bewiesen im Leinwandhandel, ließ ihn auch in Lawalde erfolgreich sein. So war er es, der das Lawalder Herrenhaus errichten ließ, unsinniger Weise nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen.
1772 teilte Mühle seine Besitzungen unter seine beiden Söhne auf, Samuel Benjamin bekam Oberlawalde, Karl Michael Niederlawalde.
1776-1777 wurde von den neuen Besitzern, dem geistlichen Patron (Löbauer Stadtpfarrer) und dem Patron von Kleindehsa das neue Kirchgebäude in Lawalde erbaut.
1770-1780 Die Gebrüder Mühle legten zwischen ihrem Gutshof in Niederlawalde und der Großschweidnitzer Flurgrenze einen großen und weitgerühmten Park an, der später von einem Nachfolger, um den Kaufpreis wieder hereinzubekommen, abgeholzt wurde.
1800-1812 Der obere Hof (heute Nachfolgebauten der Eiflerischen Wirtschaft und dem Wohnhaus des Sattlers Lehmann) wurde wegen Unrentabilität aufgesiedelt. Durch die Ansiedlung der letzten böhmischen Exulanten entstanden aus dieser Aufsiedelung die heutigen Ortsteile Sand und der Drachenschwanz. Die Ansiedler waren oft mit der Leineweberei beschäftigt und führten deshalb ein Leben am unteren Rand der Gesellschaft.
1838 Nach der sächsischen Gemeindeordnung erhielt Lawalde die Selbstverwaltung, und die Einwohner wählten in freier und geheimer Wahl einen Gemeinderat, der frei von rittergutsherrlicher Bevormundung war. Die Unterscheidung in Ober- und Niederlawalde hatte von da ab nur noch brandversicherungs- und grundbuchrechtliche Bedeutung. Großgärtner Johann George Kämmer wurde der erste freigewählte Gemeindevorstand. Gesiegelt wurde mit dem alten Ortssiegel, das die Aufschrifft trug: Siegel für die Ortsgerichte und Gemeinde zu Lawalde. Die Hauptprobleme einer armen Gemeinde wie Lawalde waren häufig finanzieller Natur, wie z. B. die Zahlungen aus der Armenkasse an Bedürftige.
1839 Für die Gemeinde wurde das „Königliche Justizamt Löbau“ in gerichtlichen und notariellen Angelegenheiten zuständig, gleichzeitig war es auch vorgesetzte Gemeindebehörde. Später wurde daraus das „Königliche Gerichtsamt Löbau“. 686 Einwohner waren in 127 Häusern am Ort ansässig.

Jeder Ort hat seine Eigenarten, so auch Lawalde. Mit der Zeit hatten die Bewohner ein recht „seltsames“ Verhalten entwickelt, geschuldet der lange Zeit vorherrschenden Armut und nicht zuletzt des „eigenwilligen“ Charakters, den man den Oberlausitzern („Granitschädel“) teilweise auch heute noch nachsagt. Als Beispiele dafür können gelten:
- Der Streit um die Kosten für den Neubau der Dorfkirche um 1776/77, denn ohne Bittsammlung in Löbau (organisiert durch den amtlichen Pfarrer von Lawalde, der gleichzeitig zweiter Stadtpfarrer von Löbau war) wäre der Bau wohl nicht zustande gekommen.
- Die heftige Ablehnung der Lawalder einen Pfarrer am Ort wohnen zu lassen, unter dem Vorwand, ein Pfarrer am Ort könnte dem geistlichen Leben Abruch tun. 1863 wurde vom Gerichtsamtmann Litzendorf der Streit beendet, indem er an die Gemeinde anwies, für einen Pfarrer eine Wohnung zu schaffen.
- Der Streit um die neue Linienführung der Straße von Löbau nach Schönbach und Neusalza, weil die Bauern keinerlei Land für die neue Straße herausrücken wollten. Wieder musste der o. g. Gerichtsamtmann ein Machtwort sprechen und die Debatten mit den Bauern beenden, indem er 1844 anordnete, die Chaussee am Kretscham vorbeizuführen. Heute ist diese Straße die Hauptverkehrsstraße des Ortes. In Höhe der Gaststätte „Schlagschänke“ wurde ein Schlagbaum (daher auch der Name der Gaststätte) errichtet, an dem jedes Gespann einen „Dreier“ Straßenzoll zahlen musste.
- Ähnliche Streitereien gab es Ende des 19. Jahrhunderts, als es um einen Eisenbahnanschluss an die Strecke Löbau – Großpostwitz ging. Die Eisenbahnverwaltung entschied sich jedoch für eine andere Trassenführung bei Kleindehsa, Halbau und Obercunewalde, so dass der Aufruhr unter den Bauern und im Gemeinderat sehr bald ein Ende hatte.

Die Schule in Lawalde wurde als Kirchschule geführt, der Lehrer als Kirchschullehrer war „Geistlicher niederen Ranges“, der neben dem Schuldienst auch kirchliche Aufgaben, wie den Kantoren- und Organistendienst wahrnahm. Darüber hinaus war er der Gerichtsschreiber des Dorfgerichtes und besserte sein Einkommen aus diesen Tätigkeiten durch die Flachs- und Tabakdarre bzw. seine eigene kleine (meist Ziegen-) Wirtschaft auf. Eine Besonderheit für Lawalde war, dass der Pfarrbezirk nicht identisch mit dem Schulbezirk war. Die Laubaer und Kleindehsaer Kinder hatten eigene Lehrer und Schulgebäude, in Lawalde gingen also nur die Kinder aus Ober- und Niederlawalde in die Kirchschule.

1874 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Die neue Wehr hatte eine Stärke von 52 Mann.

1899 Die Niedermühle wurde Besitz der Familie Ritter, die sie bis 1989, inzwischen modernisiert, in Betrieb hatte. Seit dem 01. Januar 1990 wird die Mühle durch den Müller Johannes Ritter als funktionstüchtiges technisches Denkmal betrieben.
Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Lawalde ein Bauern- und Leineweberdorf. Nach der Industrialisierung und der beginnenden Elekrifizierung stellten die Leineweber die ersten Fabrikarbeiter im nahen Löbau, Schönbach oder Neusalza. Später wurde der Ortsteil Sand auch „Roter Sand“ genannt, da viele Lawalder Fabrikarbeiter mit der Sozialdemokratie sympathisierten.
1912 Seit dieser Zeit gab es in Lawalde elektrischen Strom.

Not- und Kriegszeiten:
- 1864 und 1866 mussten auch Lawalder Soldaten an den Bruderkriegen in Schleswig-Holstein und in Österreich teilnehmen.
- Ein Kriegerdenkmal erinnert in Lawalde an die Leiden und die Gefallenen während des ersten Weltkrieges von 1914–1918.
- Die Leiden schienen nach dem zweiten Weltkrieg von 1939–1945 ins Unendliche gesteigert. Die Verluste an Menschenleben konnten durch die Ansiedelung der Heimatvertriebenen zwar wettgemacht werden, aber unter welch katastrophalen Bedingungen spielte sich das alles ab. Hunger, Flüchtingstrecks aus Schlesien, Wohnungsnot, Zusammenbruch der zivilen Ordnung und nicht zuletzt die Folgen der Besatzung durch die sowjetschen Truppen waren die Folgen dieses verheerenden Krieges, auch für Lawalde und seine Bevölkerung.

Nach dem vollständigen Zusammenbruch des Alten wurde auch im Ort ein Neuanfang gestartet, mit dem Ziel eine neue bessere Ordnung aufzubauen. Jahrelang hat der Lawalder Heimatdichter Gustav Bayn als Bürgermeister in diesem Sinne gewirkt. An ihm lag es nicht, dass nicht alle gutgemeinten und guten Vorstellungen nach einem besseren Leben zum Tragen kamen, sondern am System des Sozialismus, das sich in der Sowjetischen Besatzungszone und nach dem 07. Oktober 1949 in der DDR entwickelte.
1945-1946 entstand im Zuge der Bodenreform auf dem ehemaligen Rittergut Niederlawalde die Thomas-Müntzer-Siedlung. 106 ha Boden wurden an Umsiedler und landarme Bauern vergeben.
1947 Auf Initiative von Pfarrer Pietsch gründete sich der Posaunenchor Lawalde, der in der Folgezeit bis heute einen festen Platz in der Kirchgemeinde erreichen konnte.
1948-1958 In diesem Zeitraum war der Heimatdichter und Fabrikweber Gustav Bayn (1895–1974) der Bürgermeister von Lawalde. Neben seinen Erfolgen als Heimatdichter und der Gestaltung der Nachkriegszeit machte er Lawalde in den 50er Jahren zum Urlauberdorf.
1958 gründeten einige Bauern die erste landwirtschaftliche Produktionsgemeinschaft (LPG), die LPG „Thomas Müntzer“. Werner Bader wurde zum Bürgermeister der Gemeinde gewählt.
1959 Im Frühjahr wurde die Restaurierung des Kretschams Lawalde unter starker Beteiligung der Einwohner fertig gestellt. Gleichzeitig kamen im selben Jahr durch die Vergabe über den FDGB-Feriendienst ca. 570 Urlauber in den Ort.
1960 schlossen sich die übrigen Bauern im Ort zu zwei Genossenschaften, der LPG „Sünderstein“ und der LPG „Heimaterde“ zusammen. Damit war Lawalde vollgenossenschaftlich geworden. Gründung des Sportvereines TSG Lawalde. Eröffnung des Kinderhortes in der Schule. Die Konsumverkaufsstelle wurde als Selbstbedienungsgeschäft geführt.
1961 Aufbau einer Maschinenausleihstation (MAS), später Maschinen-Traktoren-Station (MTS), um die größer gewordenen Flächen der LPG`s bewirtschaften zu können und die Mechanisierung der Landwirtschaft voranzutreiben – heute Zentrale der Entsorgungsgesellschaft Löbau-Zittau (EGLZ).
1961-1962 Gestaltung der Parkanlage am Kretscham.
1966 Gründung einer Kooperationsgemeinschaft durch die LPG`s aus Lawalde und Lauba. Gegenüber dem Gemeindeamt (Dorfstr. 4) entstand eine neue Poststelle, die bis zum 30.05.1992 betrieben wurde.
1966-1967 Bau und Einweihung der Milchviehanlage Lawalde an der Straße zwischen Löbau und Schönbach (Ortseingang Lawalde). 1974 wurde mit der Einweihung des dritten Stallgebäudes die Anlage komplettiert.
1968-1969 Bau eines Zwölffamilienhauses an der Löbauer Straße.
1969 Aufbau des Lawalder Heimatmuseums: Das Heimatmuseum ist eng mit zwei Namen verbunden: Mit dem des Heimatdichters Gustav Bayn, der an und für sich vorhatte, eine Heimatstube für Touristen und Besucher einzurichten, und mit dem von Roland Knöschke, der der immer größer werdenden Sammlung ein ständiges Zuhause gab.
1970 kam die Straßenmeisterei (ca. 70 Beschäftigte) von Löbau nach Lawalde, auf das Grundstück der Gaststätte „Goldener Anker“ im Ortsteil Sand. Bis 1990 war die Straßenmeisterei der damaligen Bezirksdirektion Straßenwesen Dresden, heute dem Straßenbauamt Bautzen unterstellt.
1970 Lawalde wurde der Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen. Zusammenschluß der LPG Typ I Lawalde und der LPG „Bergfrieden“ Typ I Lauba zur LPG „Bergfrieden“ Lawalde mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von ca. 900 ha und etwa 100 Mitgliedern.
1971-1972 erfolgte die Eröffnung des Schulgebäudes noch mit acht Klassen und 1972 wurde das Sozialgebäude (Küche und Mehrzwecksaal) übergeben und gleichzeitig konnte erstmals die Einschulung einer 9. Klasse durchgeführt werden. Gefeiert wurde dieses Ereignis während eines Schulfestes mit historischem Festumzug durch beide Orte.
1976 Trennung von Tier- und Pflanzenproduktion in die KAP Lawalde (Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion) mit den Orten Cunewalde, Lawalde, Lauba, Schönbach, Beiersdorf, Oppach und die LPG (T) „Bergfrieden“ Lawalde mit den Orten Lauba und Lawalde.
1977 Bau einer Ringwasserleitung.
1979 Umwandlung der KAP Lawalde in die LPG Pflanzenproduktion Löbau-West. In den letzten 30 Jahren sind 51 Eigenheime errichtet und 70 Wohnungen um- bzw. ausgebaut worden.

Trotz der Schwierigkeiten konnte manches für die Gemeinde geschaffen werden. Dazu gehörten und gehören:
- ein halbwegs gut vorgerichtetes Straßennetz mit Gehwegen
- die Wiederherstellung und Neunutzung des Kretschams für den Tourismus und die Dorfbevölkerung (1959)
- der Neubau einer Schwestern- und Arztstation (1967)
- der Neubau einer Kegelbahn, einer Zwei-Bahnen-Anlage (1975)

1982 Schulfest – 10 Jahre-POS Lawalde, Namensweihe für die Schule in „Alfred-Richter-Oberschule“ Lawalde.
1985 Zusammenschluß der LPG „Bergfrieden“ Lawalde mit der LPG Beiersdorf zur LPG Tierproduktion Lawalde
1986 Bau und Übergabe der Schulturnhalle
1988 Bau der Kleinsportanlage an der Schule wurde für den Sportunterricht übergeben.
1982-1993 Betreiben einer Tankstelle in Kooperation zwischen der LPG (P) Löbau-West und dem VEB Minol/Minol AG.
1990 700–Jahr–Feier mit Blasmusikfest des Kreises Löbau und Oberlausitzer Folkloretag, sowie Festumzug (02.06.–10.06.).
1991 Die Straßenmeisterei gehört dem Straßenbauamt Bautzen an und ist für die Unterhaltung und Instandsetzung von Bundes-, Staats- und Kreisstraßen sowie der Nebenanlagen im Territorium des ehemaligen Kreises Löbau zuständig.
Beginn des Liquidationsverfahrens in der LPG Lawalde (Bereich I) auf Beschluss der Vollversammlung der 121 Mitglieder der LPG – konnte nicht abgeschlossen werden (01.05.91). Privatisierung der ehemaligen Milchviehanlage der LPG Lawalde – neue Geschäftsleitung: Herr Rohmund, Herr Hoffmann und Frau Heinke (01.07.91). Weitere private Wiedereinrichter in der Landwirtschaft sind die Wirtschaften von: Johannes Mietrach, Martin Pfalz, Johannes Bayn, Gottfried und Beate Noack.
1992 Die Firma Abfallwirtschaft Altvater & Co. KG mit Sitz in Milkel errichtete im Februar auf dem Gelände der ehemaligen LPG (P) eine Betriebsniederlassung. Unter Leitung von Herrn Filber wurde die Entsorgung von Haus- und Gewerbemüll, Fäkalienabfuhr, Containerdienst sowie der Straßenreinigung organisiert. Im Mai ging die Sortieranlage für Leichtverpackungen aus dem „Gelben Sack“ in Betrieb. 90 Männer und Frauen sortierten hier am Band die eingesammelten Verpackungen von rund 500.000 Einwohnern aus den Kreisen Löbau, Bautzen, Spremberg, Rochlitz, Frankfurt/O. u. a. Städten. 40 Mitarbeiter waren mit 25 Spezialfahrzeugen in der Müllabfuhr und Entsorgung zuständig.
Im März wurde der Seniorenclub „Gustav Bayn“ e.V. Lawalde-Lauba gegründet und erreichte in den beiden Orten eine große Resonanz bei den Rentnern und Vorruheständlern. Er hatte bald 150 Mitglieder.
Familie Heinrich kaufte den „Kretscham“ Lawalde von der Konsumgenossenschaft Ostsachsen. 1994 Gemeindegebietsreform: Mit Wirkung vom 01.03.94 werden die Gemeinden Lauba und Kleindehsa in die Gemeinde Lawalde eingegliedert. Dietmar Buchholz wird zum Bürgermeister der Gemeinde Lawalde mit den Ortsteilen Lauba und Kleindehsa gewählt.
25 Jahre Heimatmuseum Lawalde: Aus einer Heimatstube entstanden, ist die Austellung heute fünf Räumen des Bauernhauses und der Scheune untergebracht. Mit viel Arbeit und Mühe wurde im oberen Stockwerk des Bauernhauses eine eingerichtete Bauernwohnung um 1900 erhalten. In der Scheune vermittelt eine Sammlung landwirtschaftlicher Gegenstände und Geräte aus den vergangenen zwei Jahrhunderten einen Einblick in die Arbeits- und Lebensweise unserer Vorfahren. Hauptattaktion ist aber der funktionstüchtige Handwebstuhl, der in Oberlausitzer Leineweberei bis zu Beginn des 20. Jahrhundert verwendet wurde.
1995-1996 Bau und Fertigstellung der neuen Straßenmeisterei, mit Arbeitsplätzen für ca. 34 Beschäftigte.
1997-1998 Bau und Übergabe eines Gemeinde- und Fremdenverkehrszentrums, bestehend aus:
Haus 1 – Fremdenverkehrsamt, Gerätehaus der Feuerwehr
Haus 2 – zwei Veranstaltungsräume mit Küche
Haus 3 – Gemeindeverwaltung, Filiale der Bäckerei Nikol aus Cunewalde und das Friseurgeschäft Knappe.